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Camiguin, Philippines Stadttusse meets Hibok-Hibok

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23. März 2010
05.00 Uhr
Weckerklingeln.
Tauchen?
Nein.
Early Check Out?
Nein.
Frühschoppenschwimmgang?
Nein.

Nun wie der Titel schon sagt, geht es um die Besteigung des Hausberges. Den Uetliberg von Camiguin quasi. Natürlich gibt es da noch den Mt. Timpoong, der mit 1580m den Mt. Hibok-Hibok überragt. Aber höher und weiter ist nicht immer gleich besser… und so verhält es sich auch hier.
Die Popularität des Hibok-Hibok ist ungebrochen. Beinahe jeder passionierte Wanderer und jeder trekkierende (oder trekkende?) Inselbesucher will da hoch.

Hoch in die Wolken. Gerüchten zufolge ist der Hibok-Hibok an 320 von 365 Tagen wolkenumzingelt… Der Berg zieht die Wolken angeblich magisch an. Ob dem wirklich so ist – who knows. Erstens bin ich noch keine 365 Tage hier, zweitens habe (oder hätte) ich tatsächlich einer dieser sagenhaften 45 Tage erwischt und drittens scheint sich das Wetter eh etwas anders zu verhalten, seid ich hier bin. Die Sonne ist mir hold. Item.

Hibok-Hibok deswegen, weil das Geräusch von kochender Lava dem wohl ähnelt: hi… bok, hi… bok. Der Name ist somit onomatopoetisch. Noch nie von Onomatopoesie gehört? Ihr Unwissenden!

Jedenfalls um 06.00 Uhr in der Früh ging es dann los am besagten Dienstag. 3 Mitstürmer, 1 Guide. Ausgerüstet mit genügend Proviant für eine Grossfamilie und natürlich viel zu schwer beladen.
Als organisierte Schweizerin packe ich in meinen Rucksack (neben der flüssigen und festen Verpflegung):
1 Sonnencrème
1 Sackmesser (für Nicht-Schweizer: Taschenmesser, für Japaner: Victorinox)
1 Paar Socken zum wechseln
1 Windjacke für den Gipfel
1 “Suisse-Tschäppi” (patriotische Kopfbedeckung)
1 Pack Nastüechli
2 Schmerztabletten
keine Pflaster
1 Badetuch für die heissen Quellen danach
1 iPod für die Unterhaltung (wenn es unterwegs zu sehr harzt – ob Mitstürmer oder Strecke)
1 Mobile Phone
ein wenig Kleingeld
keine gute Laune
1 Fotoapparat
Spiegel & Haarbürste (siehe Titel)
Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Geschätztes Gewicht: 5.5 kg

Fazit:
Dringend gebraucht hätte ich Pflaster und gute Laune, aber ich musste ja Platz für Spiegel & Bürste haben… So litt ich nach den ersten 10 Minuten bereits an “riibschenden” Fersen in meinen nie getragenen Second-Hand-Trekking-Schuhen für US 6. Dass pro Weg 3.5h eingerechnet werden müssen (sowohl rauf als auch runter!), machte die Aussicht auf meine Blasen kaum besser. Ein Gipfelaspirant hat nach der Hälfte die weisse (oder deutsche) Flagge gehievt, bei mir war nach 3/4 der Strecke Ende Gelände. Da half auch “Always look on the bright side of life” or “You can get it if you really want” im Ohr nichts mehr. Unten bei den Ardent Hot Springs war ich so überhitzt, dass ich mir mein Badtüechli (ca. 0.5kg) auch hätte sparen können. Die müden Glieder haben danach geschrien (immerhin. 2.5h hoch und 2.5 runter), der Wassermelonenrote-Kopf es verweigert sich in 38grädiges Wasser zu begeben.

Mangelnder Ehrgeiz “kurz” vor dem Ende? Mag sein… Rauf hätte ich es vermutlich noch geschafft, aber dann nochmals 4h runter – no way. Natürlich hat mich der Berg noch nicht bezwungen. Nein – er ruft noch immer… und eine Revanche wird es auf alle Fälle geben. Früher oder später. Gehuldigt wurde mir auch auf halber Strecke, da wurde ich von einem vorherigen Gipfel-Bezwinger auf Stein verewigt (at least in my dreams…). Dass er die französische Schreibweise nach dieser Anstrengung nicht mehr berücksichtigen konnte, sei ihm verziehen.

Mehr Bilder zum Gipfelversuch gibt es hier.

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